Die Ortsteile der Gemeinde Dümmer

Die Gemeinde Dümmer umfasst die Orte Dümmer, Parum und Walsmühlen. Erst seit 1999 gehört der Ortsteil Parum der Gemeinde an. Insgesamt mehr als 1.500 Einwohner haben, 18 km westlich von der Landeshauptstadt Schwerin gelegen, hier ihr Zuhause.

Einwohner: 1500
Fläche: 31,66 km²
Bürgermeisterin: Frau Anke Gräber

Geschichte

Die Gemeinde Dümmer besteht seit 1973 aus dem Ort Dümmer mit den früher selbständigen Orten Dümmerhütte, Dümmer, Dümmerstück Dorf und Dümmerstück Hof, dazu Kowahl und Överkiek sowie der Ort Walsmühlen mit den früher selbständigen Orten Walsmühlen Dorf und Walsmühlen Hof, dazu Siedlung und Ausbau. Im Jahr 1999 kam der Ort Parum hinzu.

Bei der Besiedlung von Dümmer und Walsmühlen spielten der durch die Eiszeit entstandene Dümmer See und die durch ihn hindurchfließende Sude eine wesentliche Rolle. Sie boten Schutz und Nahrung. So lebten in den Jahrtausenden nach der Eiszeit immer wieder Menschen in der Nähe des Sees, wie die Hügelgräber und Urnenfelder beweisen. Durch die Völkerwanderung kamen um 600 auch an unseren See slawische Siedler, die Obotriten. Ob sie in Pfahlhäusern im See oder auf einer Insel lebten, ist nicht eindeutig nachgewiesen. Der Ortsname Dümmer geht auf das slawische "domare" zurück und bedeutet so viel, wie "die vom Haus (slaw. = dem) Ruhm haben".

Die älteste urkundliche Erwähnung von Dümmer steht im Ratzeburger Zehntenregister von 1230. Damals gehörten zu Dümmer zehn Bauernstellen (Hufen) entlang des Sees. Auch über die Entstehung von Walsmühlen ist sehr wenig bekannt. Wahrscheinlich war die an der Sude gebaute Wassermühle namensgebend. Mehrere Jahrhunderte war auch für Dümmer der Amtmann von Walsmühlen zuständig. Er genehmigte 1645 den Bau der ersten Glashütte, aus der sich später der Ort Dümmerhütte entwickelte.

Im März 1719 kam es an der Sude in Walsmühlen zu einer Schlacht zwischen den herzoglichen und den kaiserlichen Truppen. Der Herzog siegte, mußte sich dann aber doch dem Kaiser beugen. Auch aus der Zeit der napoleonischen Fremdherrschaft haben sich eine Reihe von Überlieferungen erhalten, zum Teil sehr traurige, weil es um Leben oder Tod ging, zum Teil aber auch recht lustige, wie die schöne Geschichte mit dem gebratenen Pudel aus Walsmühlen oder über das Staunen der Dümmerer über die russischen Soldaten, die in einen Backofen hineinkrochen, um darin zu schwitzen.

Die größten Veränderungen fanden aber erst in den letzten 100 Jahren statt: Poststellen wurden eingerichtet, eine Molkerei gebaut, 1913 die Kunstchaussee von Schwerin bis Walsmühlen Hof fertig, 1926 erhielt Dümmer den ersten Stromanschluß u. a.

Mit dem 1968 an der Südseite des Dümmer Sees eingerichteten Campingplatz bekam Dümmer eine erweiterte Bedeutung für den Fremdenverkehr. Das Umfeld lockt durch seine Vielfalt der Flora und Fauna als Anziehungspunkt für viele Naturliebhaber und Erholungssuchende. Das im Ort gelegene Jugendwaldheim sowie der Forsthof, bieten verschiedenen Schulklassen die Möglichkeit den Wald mit allen Sinnen zu erforschen und kennenzulernen.

In den zurückliegenden Jahren entwickelte sich die Gemeinde zum lukrativen Standort für eine Wohnbebauung.